Kurzer Überblick über Dreiräder

Hier möchten wir euch einen kleinen Überblick über verschiedene Dreiradmodelle einiger Automobilhersteller der Welt geben.
Natürlich können wir nicht auf alle Modelle die jemals gebaut wurden eingehen, aber wir hoffen die wichtigsten und interessantesten Modelle aufgeführt zu haben.

Als kleine Einleitung haben wir eine kleine Liste aufgestellt, in der Hersteller aufgeführt sind, die allessamt schon einmal Dreiräder produziert haben oder noch produzieren.
Auch diese Liste erhebt nicht den Anspruch der Vollständigkeit.
Hersteller
Land
Hersteller
Land
Bandido
Spanien
Berkeley Cars Ltd
England
Bond Cars Ltd
England
BMW
Deutschland
BSA
England
Elektromaschinenbau Fulda GmbH
Deutschland
Force Motors Ltd ehemals Bajaj Tempo Ltd
Indien
Framo
Deutschland
Frisky Cars Ltd
England
Fuji Toshuda Motors
Japan
Goliath
Deutschland
Heinkel
Deutschland
Messerschmidt
Deutschland
Morgan Motor Company
England
Piaggio
Italien
Reliant
England
Tempo
Deutschland
Velorex
ehem. Tschechoslowakei

Inhalt
sortiert nach Länder
Deutschland
England
Japan
Spanien
sortiert nach Hersteller
Bandido
Berkeley
Bond
Frisky
Goliath
Heinkel
Messerschmidt
Morgan
Reliant
Tempo
Toyota


Deutschland


Goliath

Die Goliath-Werke gehörten zum Borgward-Konzern und produzierte neben PKW's auch Dreiräder. Nach dem Krieg wurde im Mai 1949 als erste neue Konstruktion das aus dem Vorkriegstyp FW 400 entwickelte Modell GD750 präsentiert, das im Vergleich zum Mitkonkurenten Tempo einen Hinterradantrieb besaß. Der Zweizylinder-Zweitaktmotor besaß einen Hubraum von 400 ccm und entwickelte eine Leistung von 14 PS. Ab 1954 wurde zusätzlich noch im Hubraum auf 500 ccm vergrößerte Variante mit einer Leistung von 15 PS angeboten.
1955 ersetzte dann der weiterentwickelte Typ Goli mit formschönem Fahrerhaus und in die Karosserie integrierten Scheinwerfern das bisherige Modell. Angeboten wurde das Dreirad zunächst mit einem luftgekühlten 500-ccm-16-PS-Motor, der aber wegen mangelhafter Kühlleistung 1957 durch ein wassergekühltes Aggregat ersetzt werden musste. In dieser Ausführung wurde das Goli-Dreirad, als letztes seiner Art in Deutschland, noch bis zur Produktionseinstellung im Jahre 1961 gebaut, ohne jemals einen Nachfolger zu erhalten.

Goliath Pionier
Baujahr: 1928



Goliath F200
Baujahr: 1938 (Foto links: Goliath F200 aus dem Jahr 1932)
Technische Daten:
1-Zylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 197 ccm
Leistung: 5,5 PS
Hinterradantrieb
Nutzlast: 380 kg

"Der 'GOLIATH-Lieferwagen' ist das Ergebnis jahrelanger praktischer Erfahrungen im Lieferwagenbau; er ist das Lieferauto, das heute das Straßenbild beherrscht. Der 'GOLIATH-Lieferwagen' hat sich durch seine Leistung und Qualität, verbunden mit höchster Wirtschaftlichkeit und Zweckmässigkeit, in immer aufsteigender Linie Weltruf erworben.
Die großen Anforderungen, die an die Zuverlässigkeit des 'GOLIATH-Lieferwagens' gestellt werden, veranlassen uns, den GOLIATH-Fahrern ein Buch in die Hand zu geben, das Aufschluss über alle Fragen der Bedienung und Behandlung des 'GOLIATH-Lieferwagens' gibt. Vergessen Sie aber bitte trotzdem nicht, Ihren GOLIATH-Wagen von Zeit zu Zeit der nächsten GOLIATH-Vertretung vorzuführen, und lassen Sie sich in allen Fragen, die wir hier im Rahmen dieser Schrift nicht ausführlicher bahandeln können, fachmännisch beraten. [...]"
(Originaltext aus der Anleitung zum Betrieb und zur Instandhaltung "Der Goliath F200 - F400 - Rekord", Vorwort)


       


Goliath GD750
Baujahr: 1952
Technische Daten:
2-Zylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 396 ccm
Leistung: 14 PS
Hinterradantrieb
Nutzlast: 750 kg


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Heinkel


Heinkel Kabine 150
Baujahr: 1956
Technische Daten:
1-Zylindermotor
Hubraum: 174 ccm
Leistung: 9,3 PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 86 km/h


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Messerschmidt

Messerschmidt KR200
Baujahr: 1956
Technische Daten:
1-Zylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 191 ccm
Leistung: 10,2 PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 90 km/h

Aus dem von Flugzeugingenieur Fritz Fend 1948 in Rosenheim gebauten Fend-Flitzer entstand diese Kleinwagen-Konstruktion mit zwei Tandem-Sitzen und luftgekühltem Zweitaktmotor. Der eigenwillige Kabinenroller wurde wegen seines günstigen Preises von 2400 DM zu einem Transportmittel für kleinste Geldbörsen. Vom Kabinenroller wurden insgesamt etwa 40000 Stück produziert.


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Tempo

Das im Jahre 1928 in Hamburg-Harburg gegründete Tempo-Werk Vidal & Söhne spezialisierte sich in der Vorkriegszeit auf Dreirad-Lieferwagen. Der in großen Stückzahlen hergestellte Typ E 400 wurde im Krieg auch von Konkurrenzfirmen gebaut.
Da das Werk von Kriegszerstörungen verschont blieb, konnte die Produktion des nun A 400 bezeichneten Dreirades bereits im Juli 1945 wieder aufgenommen werden. Ab 1948 wurde dieses Modell als "Hanseat" verkauft, das mit einem Zweizylinder-Zweitakt-ILO-Motor mit anfangs 12,5 PS und 400 ccm Hubraum bestückt war. Ab März 1950 erhielt der Hanseat ein leistungsgesteigertes Flachkolben-Triebwerk, ein Vierganggetriebe und weitere, äußerlich nicht auffallende Verbesserungen, wozu auch eine neukonstuirte Hinterachse zählte.
Mitte 1950 folgte als Neukonstruktion der Typ "Boy", aus dessen kleinem 200- bzw. 250-ccm-Motor 7,5 bzw. 9,5 PS herausgeholt wurden. "Boy" und "Hanseat" blieben mit verschiedenen im Laufe der Zeit durchgeführten Detailverbesserungen bis Ende 1956 in der Fertigung. Die Tempo-Dreiräder waren - ebenso wie die des Hauptkonkurrenten Goliath und anderer kleiner Anbieter - als preiswerte Transportmittel der Wiederaufbau-Ära nicht wegzudenken.
Der zunehmenden Konkurrenz, insbesondere durch VW und Ford, konnte Tempo als kleines Privatunternehemen auf Dauer nicht standhalten. 1965 wurde das Werk von der Rheinstahl-Hanomag AG ganz übernommen, welche später - als Hanomag-Henschel-Fahrzeugwerke - in die Daimler-Benz AG aufging.

Tempo Dreirad
Baujahr: 1932
Technische Daten:
1-Zylindermotor
Hubraum: 300 ccm
Leistung: 9 PS
Vorderradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 50 km/h






Tempo Boy

         

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England


Berkeley T60

Berkeley T60
Baujahr: 1957
Technische Daten:
2-Zylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 328 ccm
Leistung: 18 PS
Vorderradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 110 km/h

Der Berkeley ist ein Kleinwagen für den englischen Markt mit luftgekühltem Zweizylinder-Zweitaktmotor. Der Wagen verfügt über einen Leichtmetallrahmen über den eine von Lawrence Bond gestalltete offene Kunststoffkarosserie gestülpt ist. Der Motor überträgt seine Kraft über ein Dreiganggetriebe und eine Antriebskette auf die Vorderräder.
Von 1958 an wird auch ein Dreizylindermotor mit 500 ccm Hubraum und 30 PS angeboten, der eine Höchstgeschwindigkeit von nun 130 km/h erlaubt. Außerdem wurde nun auch eine Coupé-Version angeboten und später folgte noch eine viersitzige Variante.


         

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Bond 875

         

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Frisky

Frisky
Baujahr: 1957
Technische Daten:
2-Zylinder-Zweitaktmotor
Hubraum: 325 ccm
Leistung: 18 SAE-PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 100 km/h

Der Frisky ist ein Minimalauto mit einer vom italienischen Designer Michelotti entworfenen Kunststoffkarosserie. Michelotti zeichnete sich unter anderem auch für das Design des BMW 700, des Alpine A106 und des Reliant Scimitar SS1 verantwortlich.
Der Frisky besitzt einen luftgekühlten Zweizylinder-Zweitaktmotor, der im Heck des knapp drei Meter langen Fahrzeug untergebracht wurde. Der Wagen besitzt ähnlich wie der Messerschmidt-Kabinenroller keinen Rückwärtsgang, sonder wird durch Umkehrung der Motordrehrichtung rückwärts bewegt.



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Morgan

Morgan
Baujahr: 1910
Technische Daten:
2-Zylinder-V-Motor
Hubraum: 964 ccm
Hinterradantrieb

H.F.S. Morgan eröffnete schon 1906 eine Autowerkstatt und baute bald darauf Autos für den Eigenbedarf. Aufgrund der steuerlichen Vergünstigungen legte er bei den Fahrzeugen Wert auf eine Auslegung als Dreirad.
Das Modell von 1910 besitz zwei Vorderräder mit unabhängiger Radaufhängung und einem durch eine Kette angetriebenen Hinterrad. Der Motor stammt von JAP, da Morgan keine eigenen Motoren baut, sondern sich auf bewährte Aggregate anderer Hersteller verläßt.
Ein großer Nachteil des Morgan von 1910 bestand aus seinem spärlichen Platzangebot für nur eine Person. Deshalb wird bereits im darauffolgeneden Jahr die Sitzkapazität erhöht. Populär wird die Marke durch Erfolge im Motorsport und unter Individualisten - auch wenn Morgan später versucht, durch viersitzige Versionen zusätzlich Familien als Käuferschicht anzusprechen.


Morgan Super Sport
Baujahr: 1932
Technische Daten: (Morgan Super Sport Aero von 1930)
2-Zylinder-V-Motor
Hubraum: 1096 ccm
Leistung: 40 PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 129 km/h
Gewicht: 406 kg


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Reliant

Reliant Mk V
Baujahr: 1956
Technische Daten:
4-Zylinder-Reihenmotor
Hubraum: 748 ccm
Leistung: 16 PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 105 km/h


Reliant Robin
Baujahr: 1973
Technische Daten:
4-Zylinder-Reihenmotor
Hubraum: 748 ccm
Leistung: 32 PS
Hinterradantrieb
Höchstgeschwindigkeit: 117 km/h


Reliant Robin
Baujahr: 199X-20XX
Technische Daten:
4-Zylinder-Reihenmotor
Hubraum: 848 ccm
Hinterradantrieb


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Japan


Toyota


Toyota EX-2 Studie von 1969


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Spanien


Bandido



Bandido

Die in Spanien gefertigten Bandidos sind das Werk von José Franqueira, dem ganz offensichtlich die Morgan-Threewheeleer als Vorbild dienten. Die Fahrzeuge werden ausschließlich in Handarbeit und nur auf Bestellung gebaut, wobei viele Teile aus Großbritanien importiert werden. Sie besitzen eine Kunststoffkarosserie, die auf einem Gitterrohrrahmen aus Stahl montiert ist. Hinterachse, Getriebe und der im Fahrtwind stehende Motor stammen von Motorrädern. Der Kunde kann dabei zwischen Triebwerken von Honda, Moto Guzzi und Harley-Davidson wählen, wobei es sich immer um 2-Zylinder-V-Motoren handelt und das Leistungsangebot von 60 PS bis 120 PS reicht.


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